9.9.2017 – Teil 1

Allgemein 1

Eigentlich hätte am 9.9. ein kurzer Beitrag mit schönem Inhalt on gehen sollen.

Aber es sollte alles ganz anders kommen –

Freud und Leid liegen manchmal sehr nahe beisammen…

 

Seit Mamas Tod war es hier sehr still –

mein Leben hat sich verändert, Prioritäten mussten neu gesetzt werden.

Nichts ist mehr so, wie es einmal war…

 

Dieser schwere Verlust und das „normale“ tägliche Leben kosten so viel Kraft,

dass für anderes einfach keine mehr da war/ist.

Für alle, die das noch nicht durch gemacht haben,

ist das wahrscheinlich schwer vorstellbar.

 

Der Umgang mit trauernden Menschen ist sicher nicht einfach,

und es bleiben wirklich nur ganz wenige Menschen übrig, die für einen da sind.

Helfen kann einem niemand, man muss alleine durch,

alleine einen Weg aus der Trauer finden,

aber es ist schön zu wissen, dass da jemand ist.

 

Einigen hilft kreatives Gestalten in schlechten Zeiten,

bei mir war es leider nicht so.

Vieles liegt hier OVP und wartet darauf, verwendet zu werden.

Es gab sogar Tage, an denen ich überlegt habe, alles hin zu schmeißen.

Denn, wenn ich etwas mache, möchte ich es ordentlich machen –

und das ist mir in den letzten 7 Monaten (bei vielen Dingen)

einfach nicht gelungen.

 

Drei Dinge haben mich bis jetzt davon abgehalten –

der Gedanke daran, wie stark Mama war, und dass ich auch nicht einfach aufgeben möchte;

Menschen, die mich auf diesem Weg begleitet haben/begleiten,

und mir davon abgeraten haben;

und meine lieben Kundinnen, die (trotz sicher nicht immer optimaler Betreuung)

noch immer meine Kundinnen sind.

Danke, ihr Lieben!

Und ein ganz, ganz dickes Danke an dich, Eva!

 

Ich würde jetzt sehr gerne schreiben, dass es mir wieder gut geht,

aber so ist es nicht – es gibt leider keinen OFF-Schalter…

Aber die Trauer verändert sich, wird (mit Ausnahmen) erträglicher,

und ich kämpfe mich zurück ins Leben.

 

Was mir im Moment sehr schwer fällt – und jetzt komme ich endlich zum 9.9. –

denn an diesem Tag hieß es wieder Abschied nehmen –

von unserem Tiggi.

 

tiggi

 

Dieses Foto haben wir am 6.9. gemacht.

 

Wer öfter auf meinem Blog war, weiß, dass Tiggi schon länger Probleme

mit den Nieren hatte.

Infusionen und Medikamente haben eine Zeit lang geholfen,

aber in der letzten Zeit ist er immer weniger geworden,

obwohl er ständig gefressen hat.

Er wurde ruhiger, wollte nicht mehr auf seinen geliebten Balkon,

hat unsere Nähe gesucht, und war sehr schmusig.

 

Wir spürten zwar, dass er uns bald verlassen wird,

aber so wirklich wahr haben wollten wir es nicht…

Tiggi war ein Kämpfer.

Am 8.9., am Nachmittag hat er sein Futter verweigert,

und von da an wussten wir, dass es nicht mehr lange dauern würde.

Alles, was wir jetzt noch für ihn tun konnten,

war für ihn da zu sein, ihn gehen zu lassen.

 

Am 9.9., gegen halb 8 in der Früh,

ist Tiggi über die Regenbogenbrücke gegangen.

 

Regenbogenbruecke1

 

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16 Jahre lang hat er unser Leben bereichert,

er war bis ins Alter verspielt,

 

Tiggi 2

 

hat Höhlen geliebt,

 

Tiggi 3

 

kein Papier war vor ihm sicher,

 

Tiggi 4

 

und kein Korb (o. ä.) war zu klein…

 

Tiggi 6

 

 Tiggi, du warst ein ganz besonderer Kater und

du bleibst für immer in meinem Herzen!

 

Er fehlt mir so sehr, denn er war nicht nur ein Haustier,

er war ein wichtiger Teil meines Lebens!

 

Aus dem geplanten, kurzen Bericht ist jetzt fast ein Roman geworden.

Danke an alle, die bis zum Ende durchgehalten haben!

Morgen folgt Teil 2.


  1. Liebe Claudia!

    Es tut mir leid lesen zu müssen, dass es dir nicht gut geht. Jetzt kann ich mir die lange Stille deinerseits auch erklären. Ich wünsche dir weiterhin alles Gute und wenn dir danach ist und du es schaffst, würde ich mich über ein Lebenszeichen freuen!
    Ich bin in Gedanken bei dir, ELFi

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